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Stress durch Meditation abbauen und so die Fruchtbarkeit unterstützen

7.5.2023 · 6 min Lesung
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Befreien Sie sich von Stress und Sorgen und erhöhen Sie so Ihre Chance, schwanger zu werden. Denn Stress ist einer der Faktoren, die zu Empfängnisproblemen beitragen. Und die psychische Gesundheit ist selbstverständlich auch für Paare, die sich einer Kinderwunschbehandlung unterziehen, sehr wichtig. Für eine generelle Beruhigung helfen schon ein paar Minuten Meditation täglich.

Bevor wir ins Detail gehen, sehen wir uns zunächst einmal an, was fruchtbarkeitsunterstützende Meditation überhaupt ist.

Eine der Definitionen könnte wie folgt lauten: „Meditation bedeutet, sich von störenden Gedanken zu befreien, und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Augenblick zu lenken.“ Ganz einfach, oder? Wenn Sie jedoch zu den vielen unfruchtbaren Paaren zählen, die schon viele Monate versuchen, schwanger zu werden, schwirrt Ihnen der Kopf sicher nur so vor Gedanken – IVF-Preise, Diagnosen, Eingriffe, Ängste… Das sind irdische Sorgen, die beim Sitzen auf einem Kissen mit dem Duft von Räucherstäbchen natürlich nicht einfach so verschwinden.

Das heißt aber nicht, dass Sie sie nicht unter Kontrolle haben können.

Denn das, was Meditation vermag, ist das Einschalten und Ausschalten bestimmter Hirnareale, die Einfluss darauf haben, was mit Ihnen passiert – und zwar sowohl emotional als auch physisch. Und das klingt schon eher wie etwas, das sich praktisch umsetzen lässt. Und vor allem ist es ein triftiger Grund, der Meditation eine Chance zu geben.

Langfristiger Stress = Fruchtbarkeit in Gefahr

Dass die heutige Zeit eine lange Liste aller möglicher Stressfaktoren ist, wissen wir alle. Wenn Sie jedoch langfristig gestresst sind, erhält das Gehirn Signale, durch die es beginnt, einige Hormone zu regulieren. Es schüttet mehr von denen aus, die zum „Überleben“ gebraucht werden, und reduziert dort, wo es nicht so dringend ist. Diese biologische Schutzreaktion hat einen hohen Cortisolspiegel (Stresshormon) zur Folge und stört das Gleichgewicht von Östrogen und Testosteron. Einfach gesagt: Der Körper tut alles dafür, dass Sie überleben, aber die Fortpflanzung wird aufs Abstellgleis gestellt.

Die gute Nachricht ist: Meditation kann Stressreaktionen umkehren und bei regelmäßiger Praxis kann die Hormonproduktion (und weitere Körperfunktionen) wieder auf ein gesundes Niveau zurückgebracht werden.

Beim Meditieren werden die Hormone DHEA und Oxytocin freigesetzt

DHEA – dieses Hormon ist sowohl für die Fruchtbarkeit von Männern als auch von Frauen unverzichtbar. Darüber hinaus verlängert es die Lebensdauer von Zellen und hat auch einen direkten Einfluss auf die Qualität von Eizellen und Spermien, wodurch die Empfängniswahrscheinlichkeit erhöht wird. Aber auch das andere Hormon ist nicht zu vernachlässigen – Oxytocin (Glücks-/Liebeshormon), dessen Produktion vom Meditieren unterstützt wird: Sie haben bestimmt schon davon gehört. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Geburt und stärkt die Bindung zum Kind. Aber auch noch bevor es mit dem Baby überhaupt klappt, hilft es Ihnen positiver zu sein… oder kurz gesagt, die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen.

Änderung des inneren Dialogs

Wenn Sie zu denen gehören, denen ein Baby bisher noch nicht vergönnt war, haben Sie es höchstwahrscheinlich auch mit einer Lawine an Gedanken zu tun – manche Frauen beschreiben sogar, dass es sich in ihrem Kopf eine Stimme dauerhaft gemütlich gemacht hat, die ständig zu ihnen spricht. Der innere Dialog, den Frauen mit sich führen, ist oft nicht gerade angenehm: Fragen, was sie im Leben hätten besser machen können, Vorwürfe, dass sie nicht genug auf sich geachtet haben, oder einfach die ständige Belastung durch die Sorgen, wie es weitergeht.

„Werden wir uns scheiden lassen? Dann bleibst Du allein! Warum ich? Ohne eine Familie wird das Leben…“ STOPP: Auch in diesem Fall kommt das wirksame Werkzeug zum Einsatz, das dieser kritischen Stimme über die Wange streichelt und ihr die Tür zeigt.

Der konstante Nachschub an negativen Gedanken kann Sie um Ihre Selbstliebe und um Ihr Selbstwertgefühl bringen, doch meditative Praktiken helfen Menschen, zu sich selbst (und auch anderen) liebevoller zu sein, stärken Mitgefühl und bilden stärkere Beziehungen aus, die zum Beispiel auch… den Weg einer IVF aushalten.

Nach ein paar Wochen Meditation werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit feststellen, dass Sie Dinge abwägen können, ohne von einer Welle an Emotionen überrollt zu werden, dass sie in Ruhe darüber nachdenken können und Ihre Entscheidungen weiser werden und vor allem: Ihre innere Stimme wird nicht mehr so ein gefühlloser Diktator sein wie bisher.

Meditationsarten zur Fruchtbarkeitsunterstützung

Achtsamkeit

Loszulassen, zu sich selbst zurückzufinden und sich nicht von Gedanken bestimmen zu lassen – das sind Grundprinzipien der Achtsamkeit beziehungsweise der bewussten Wahrnehmung, die ein Gegenmittel zu der extremen Schnelllebigkeit unserer Zeit darstellt, und u. a. auch Paaren hilft, die mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen haben.

Achtsamkeit kann helfen, das parasympathische Nervensystem (den Ruhenerv) zu aktivieren, was schließlich Geist und Körper entspannt. Wenn Sie mit der sog. bewussten Wahrnehmung beginnen möchten, empfehlen Therapeuten mit einem sog. Bodyscan zu beginnen.

Er beginnt damit, dass Sie die Augen schließen, die Ihnen angenehmste Position finden (im Liegen oder Sitzen) und Ihren Atem wahrnehmen – jede noch so kleine Stelle, durch die er in Ihren Körper und wieder hinaus fließt. Machen Sie sich anschließend bewusst, wo Ihr Körper den Untergrund berührt, verankern Sie sich gut mit ihm und erkunden Sie Ihren Körper – Stelle für Stelle, von den Zehen bis hin zum Scheitel. Das Ziel ist, dass Sie möglichst vollständig erforschen, welche Wahrnehmungen Sie an der jeweiligen Stelle spüren, und die Aufmerksamkeit erst danach auf die nächste Stelle zu richten, der Sie sich wieder voll und ganz widmen.

Autogenes Training

Eine sehr ähnliche Praxis ist das autogene Training, das auch als Selbsthypnose bezeichnet wird. Das Prinzip gründet darauf, dass Sie mithilfe von Autosuggestion in Ihr Inneres abtauchen: Dabei arbeiten Sie aber mit Gefühlen der Schwere und Wärme, konzentrieren sich auf die Atmung und die Herztätigkeit, wobei das gesamte Training damit endet, dass Sie die Aufmerksamkeit auf den Bereich des Kopfes und Gefühle der „Kälte“, die sie fühlen, lenken. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, sich das vorzustellen, keine

Angst: Es sind schon eine ganze Reihe Audioaufnahmen auf dem Markt, die Sie durch das ganze autogene Training leiten, und sind zumindest zu Beginn ein super Hilfsmittel, um in diesen angenehmen Zustand eintauchen zu können.

Visualisierung

In Zeiten, in denen man sich mit Problemen wie Unfruchtbarkeit konfrontiert sieht, übernimmt, wie bereits oben erwähnt, ein sehr kritisches Selbstgespräch die Kontrolle über unseren Kopf: Man hat aber die Macht, das zu ändern, indem man ins „System“ neue Informationen eingibt, und zwar beispielsweise mittels Visualisierungstechnik.

Die Visualisierung ist eine Methode zur Vorstellung von Dingen, die sich wollen, oder von Ereignissen/Orten, die eine beruhigende Wirkung auf Sie haben. Man sagt, diese Technik unterstütze einen „produktiven Geist und Körper“ und die physische sowie psychische Regeneration. Zu Beginn kann die Visualisierung durch das Aufsagen oder Anhören von Ruhe erzeugenden Formeln herbeigeführt werden, aber manchmal genügt es, eine bequeme Position einzunehmen und das Bewusstsein in das ersehnte Bild abtauchen zu lassen (manche Frauen stellen sich zum Beispiel einen Strand am Meer vor, wo ihre Sorgen hinfortgespült werden, aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Man kann sich alles Mögliche vorstellen). Das Wesentliche ist, dass Sie ganz in sich selbst versinken und von den tagtäglichen Sorgen abschalten.

Ebenso wie im Fall des autogenen Trainings, gibt es viele Visualisierungshilfsmittel: Audioaufnahmen und geschriebene Geschichten, mit deren Hilfe Sie für eine Weile dorthin „reisen“, wo Sie sich wohlfühlen.

Und zum Schluss: die einfachste (und gleichzeitig) effektivste Meditation

Zum Schluss sollte gesagt sein, dass Sie die einfachste Methode gleich jetzt ausprobieren können: kurz innehalten, sich gemütlich hinsetzen und die eigene Atmung beobachten.

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