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Menstruationszyklus: Warum Menstruation nicht nur Last sein muss

6.9.2021 · 6 min Lesung
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Der Menstruationszyklus wird in der Regel als Belastung empfunden, aber nie als etwas Bereicherndes – dabei geht es nicht nur um ein paar Tage Menstruationsblutung, sondern um den Ablauf eines ganzen Monats voller geistiger, emotionaler und physischer Veränderungen, die einen spürbaren Einfluss auf unser Empfinden und Verhalten haben. Sich damit auszukennen, lohnt sich mit Sicherheit. Erfahren Sie, warum. 

Werden Frauen während der Menstruation zur Superheldin?

Wenn Ihnen jemand sagen würde, dass Sie dank Ihrer Menstruation mehrere Superfähigkeiten haben, würden Sie wahrscheinlich nur darüber lächeln. Gefühlschaos, ein Auf und Ab der Energie, Menstruationsschmerzen, Migräne usw., das ist doch wirklich nichts, worum man uns beneiden würde. Dabei ist in unserem Zyklus ein natürliches Potenzial verborgen, das das klassische Empfinden der Menstruation als etwas Störendes ändern kann. Aber wie kann man es nutzen? Zuerst muss man die vier Phasen kennen, die mit dem Zyklus verbunden sind.

Phasen des Menstruationszyklus

1. Phase: Menstruation, Zeit zum Reflektieren und Nichtstun

Der erste Tag der Monatsblutung ist gewöhnlich nicht gerade angenehm – als ob jemand dem Körper plötzlich alle Energie und die Lust, neue Aufgaben anzufangen, genommen hätte. Wenn dann noch „miese Laune“ und Unterleibsschmerzen dazukommen, könnte man wirklich gut darauf verzichten. Durch diese Symptome gibt uns diese Phase allerdings ein wichtiges Signal – tu jetzt einfach nichts, jetzt ist es Zeit, aufzuhören und sich auszuruhen. Wenn wir es uns erlauben, in dieser Zeit passiv zu sein und inneren Frieden zu finden, bereiten wir den Boden für eine Energieflut vor, die in der nächsten Phase kommt.

Die Tipps für diese Menstruationszeit lauten deshalb: Ruhen Sie sich aus, meditieren Sie und lassen Sie alles sein, was Sie in irgendeiner Art belastet (Aufgaben, Pläne, Ambitionen und Ziele). Erspüren Sie, wann Sie wenig und wann Sie viel Energie haben, und passen Sie Ihren Tagesrhythmus daran an. Durch die Ruhepause befreien Sie sich von emotionalen Belastungen und gewinnen einen natürlichen Abstand, der Ihnen hilft, sich von belastenden Gedanken und Umständen auf gesunde Weise zu distanzieren. Haben Sie keine Angst, Tagträumen nachzuhängen und machen Sie sich auf keinen Fall Vorwürfe wegen des Nichtstuns.

2. Phase: Die Zeit vor dem Eisprung – willkommen neue Energie!

Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen, wenn nach einem langen Winter das erste grüne Gras sprießt und Sie von der Morgensonne und Vogelgezwitscher geweckt werden. Und genau so ist die Follikelphase, die Zeit, in der eine neue Eizelle heranreift (bzw. neue Eizellen heranreifen) und in der unser Körper und Geist sprichwörtlich aus dem Winterschlaf erwachen. Wir haben einen Überschuss an Energie und ein starkes Verlangen, alles aufzuholen, was wir verpasst haben. Warum auch nicht? Diese dynamische Phase ist die ideale Zeit, um alle Punkte auf der „To-do-Liste“ abzuhaken, neue Projekte anzufangen, für Trainings, Meetings und wichtige Entscheidungen.

Es ist der perfekte Zeitpunkt, Pläne für den nächsten Monat zu schmieden und sich über konkrete Schritte Gedanken zu machen, die zur Zielerfüllung führen. Planen Sie, leben Sie Ihren Schaffensdrang aus, aber Vorsicht, achten Sie auf das richtige Maß: Vergessen Sie nicht die Fähigkeit der Empathie sowie enge soziale Kontakte. 

3. Phase: Ovulation – Zeit für Beziehungen und mehr Selbstbewusstsein

Etwa um den 14. Zyklustag kommt der Zeitpunkt, zu dem Sie Mutter werden können – während des Eisprungs, der sog. Ovulation (die etwa 24 Stunden dauert), kommt es zur Freigabe einer reifen Eizelle in den Eileiter, wo sie im Falle von ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf Spermien trifft. Die reife Eizelle wandert dann in die Gebärmutter, wo sie sich einnistet und sich weiter entwickelt. Auf psychischer Ebene sind Frauen in der Zeit der Ovulationsphase auf Beziehungen und das Sorgen für andere ausgerichtet, haben ausreichend Kraft und Empathie, suchen Gesellschaft und erleben dank positiver Emotionen, die mit dieser Phase einhergehen, Gefühle des Erfolgs und auch Selbstvertrauens. Genießen Sie deshalb nicht nur die Zeit mit Ihren Lieben, sondern reflektieren Sie auch darüber, was Ihnen gelungen ist und worin Sie langfristig gut sind.

Die Ovulation ist die ideale Zeit, ein Fundament für Selbstbewusstsein und Selbstachtung zu schaffen. Vergessen Sie deshalb nicht, sich zu loben und in der Gesellschaft von Menschen zu sein, mit denen es Ihnen gut geht. Doch Vorsicht, manche Frauen sollten in dieser Phase darauf achten, eine bestimmte Grenze nicht zu überschreiten, damit Sie anderen nicht viel zu viel geben, und auch an sich selbst denken.

4. Phase: Lutealphase – Erwachen der inneren Musen 

Der Menstruationszyklus bringt auch eine Veränderung der Kreativität mit sich. Das heißt, Phasen, in denen Sie kreativ sind und solche, in denen der Phantasie Grenzen gesetzt sind, wechseln sich ab. Und gerade in der Zeit nach der Ovulation, in der Lutealphase – die von allen Zyklusphasen am längsten dauert (13-14 Tage) – ist die beste Gelegenheit für die Freude am Kreativsein. Man sagt, dass Frauen an diesen Tagen zum Beispiel ihre Frisur radikal ändern, sich für den Kauf neuer Einrichtungsgegenstände entscheiden oder Möbel umräumen. Auch, wenn diese Zeit einen Überschuss an Energie mit sich bringt und viele Frauen in Melancholie verfallen oder ein Auf und Ab der Gefühle erleben, ist das Rezept zur Bewältigung des sog. PMS (Prämenstruellen Syndroms) der Rückzug in ein sicheres Umfeld, wo Sie allem aus dem Weg gehen, was Sie aus der Fassung bringen könnte.

Einige Frauen brechen nicht nur öfter in Tränen aus, sondern fühlen sich auch aufgebläht, dick und unattraktiv. Deshalb ist es wichtig, diesen Teil des Zyklus zu erkennen und zu wissen, dass es sich um einen kurzen Zeitabschnitt aufgrund hormoneller Veränderungen handelt. Ziehen Sie sich aus gesellschaftlichen Aktivitäten zurück, suchen Sie sich eine beruhigende Tätigkeit, die Ihnen bei der aktuellen Introvertiertheit hilft, und nehmen Sie sich Zeit für kreative Hobbys. 

Berechnung: Wie wird die Menstruation berechnet?

Es wird deutlich, dass der Zyklus der Frau eine Reihe an Veränderungen mit sich bringt, die Einfluss auf Psyche, Körper sowie Beziehungen haben. Doch ein Ritt auf der Zykluswelle muss nicht so anstrengend sein, wenn wir die richtige Menstruationsphase kennen und unseren Tages- und letztlich auch Monatsrhythmus daran anpassen.

Zu Beginn genügt eine Kleinigkeit, und zwar das Führen eines Menstruationskalenders: Ein ganzer Menstruationszyklus dauert etwa 28 Tage (er kann aber auch kürzer oder länger sein), wobei als erster Tag des Menstruationszyklus der erste Tag der Blutung zu verzeichnen ist. Dann folgen 4-6 Tage Menstruation. Das Reifen der Eizelle, die sog. Follikelphase, dauert weitere 6 Tage. Danach, etwa am 14. Zyklustag, kommt es zur Ovulation. An die Ovulation schließt sich die Lutealphase mit einer Dauer von 13-14 Tagen an. In der heutigen Zeit müssen Sie allerdings keinen Kalender mit Papier und Stift führen, Sie können auch eine Reihe von Apps nutzen, die Sie auf die Zyklusphasen und geeignete Tätigkeiten automatisch hinweisen. 

Menstruationssymptome: Erkennen Sie die Signale und synchronisieren Sie sich mit Ihrem Zyklus

Der Menstruationszyklus ist ein wichtiger biologischer Prozess, der von einer Reihe von Hormonen gesteuert wird, und führt zu Veränderungen an den Eierstöcken, in der Gebärmutter, den Eileitern und der Scheide. Dass es bald zur Menstruationsblutung kommt, erkennt die Mehrzahl der Frauen sehr gut – sie sind weinerlich, gereizt, leiden an Blähungen und Rücken- bzw. Unterleibsschmerzen. Es können außerdem Symptome wie Appetitlosigkeit, oder aber auch ständiger Hunger auftreten, ebenso kann sich auch die sexuelle Lust verändern. Einige Frauen haben einen empfindlicheren Geruchssinn, empfindlichere Brüste, oder schlafen schlecht.

Der Vorteil des Führens eines Menstruationskalenders bzw. eines Zyklusplans besteht darin, dass Sie Ihren Lebensrhythmus Ihrem Zyklus anpassen und die Vorteile Ihres zyklischen Wesens nutzen, die Ihr Leben nicht nur bereichern können, sondern auch Ihre ganze Sichtweise auf den Zyklus verändern. Sie werden die Menstruation nicht mehr als lebenslange Last sehen, sondern als Vorteil, mit dessen Hilfe Sie eine zufriedene und erfüllte Frau werden können.

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