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Sagen Sie diese Sätze nie zu jemandem, der Probleme hat, schwanger zu werden

6.1.2023 · 5 min Lesung
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Mit manchen Sätzen richtet man mehr Schaden als Nutzen an – sie können zwar als Unterstützung oder Trost gemeint gewesen sein, haben aber genau den gegenteiligen Effekt. Was Unfruchtbarkeit angeht, gibt es einige dieser typischen Sätze. Deshalb geben wir Ihnen heute ein paar Tipps, was man besser nicht sagen sollte, und wie man mit dem Thema „Wir können kein Baby bekommen“ besser umgeht.

Oft sind gesundheitliche Probleme der Grund für Komplikationen

Angesichts dessen, dass 1 von 8 Paaren Schwierigkeiten mit dem Schwangerwerden hat, gibt es in Ihrer Nähe sicher mehr Unfruchtbare, als Sie gedacht hätten. Sätze wie „Mach mal Urlaub“ oder „Du solltest mehr meditieren“, haben sie bestimmt nicht zum ersten Mal gehört. Tatsache ist jedoch, dass häufig schwerwiegende gesundheitliche Probleme, die ein Luxusurlaub oder regelmäßige Entspannungsübungen nicht beheben, der Grund für Komplikationen sind.

„Dann geht doch einfach zur künstlichen Befruchtung“

Künstliche Befruchtung und Punkt. Die Nummer Eins der gut gemeinten Ratschläge sparen Sie sich besser – es ist zwar gut zu wissen, dass es so eine fortschrittliche Behandlungsmethode gibt, doch nicht bei jedem ist sie notwendig. Zudem sind wir uns hundertprozentig sicher, dass die Mehrheit der Paare auch ohne Sie von dieser Möglichkeit weiß. Doch natürlich möchten sie in dem Moment, in dem sie sich Ihnen mit etwas so Persönlichem anvertrauen, nicht die Koordinaten vom nächsten Kinderwunschzentrum erhalten. Sie suchen keine Ratschläge, sondern Verständnis und Unterstützung.

„Vielleicht ist es Euch nicht bestimmt, Eltern zu werden“

Autsch. Also um diesen Satz müssen Sie unbedingt einen weiten Bogen machen. Jemandem, der sich verzweifelt ein Kind wünscht, zu sagen, es sei eben sein Schicksal“, ist grausam und unsensibel. Es gibt keine geheime Liste, auf der Menschen in die eingeteilt werden, die ein Kind haben sollen und in die, die keins haben sollen. In diesem Moment lohnt es sich, einfach nur zuzuhören und sich bewusst zu machen, dass ein Mensch, der sich Ihnen mit etwas so Wichtigem anvertraut hat, hofft, dass Sie ihm im Hier und Jetzt beistehen, seine Gefühle verstehen und ihn auf seinem Weg begleiten.

„Bleib vor allem ruhig“

Jemandem, der schon zahlreiche Versuche, ein Baby zu bekommen, hinter sich hat, zu sagen, er solle ruhig bleiben, ist vielleicht ein gut gemeinter Rat, doch was sagt er wirklich aus, wenn Sie genauer darüber nachdenken? „Bleib ruhig“ heißt, dass die Ursache bei der Person liegt, die versucht, schwanger zu werden, weil sie sich noch nicht genügend entspannt hat. Im Leben entspannt zu sein, ist zwar grundsätzlich toll, aber auch maximale Entspannung und Ruhe lösen nicht das Gesundheitsproblem, das wahrscheinlich die Ursache für die Unfruchtbarkeit dieser Person ist.

„Ich gebe Dir eins von mir“

Aus Spaß jemandem, der mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen hat, eins der eigenen Kinder anzubieten, ist taktlos. Denken Sie in dem Moment nur daran, wie sehr sie sich eigene Kinder wünschen, und geben Sie ihnen das Gefühl, dass Sie ihren Traum, eine Familie gründen zu wollen, ernst nehmen.

„Einfach mal Urlaub machen“

Anzudeuten, dass sich ein legitimes Gesundheitsproblem durch einen Erholungsurlaub in der Karibik beheben lasse, kommt den meisten unfruchtbaren Paaren wie eine Ohrfeige vor. Natürlich ist es gesund, einmal von allem Pause zu machen. Doch mit dem Vorsatz in den Urlaub zu fahren, dass danach endlich zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest erscheinen, ist im besseren Fall frustrierend.

„Hör auf daran zu denken, dann klappt es von selbst“

Ein weiterer Satz, den Patienten einer Kinderwunschklinik oft zu hören bekommen (häufig von ihnen nahestehenden Personen). Das deutet an, dass die Betroffenen etwas übertreiben und an der eigenen Unfruchtbarkeit vielleicht sogar selbst schuld sind, weil sie es „zu sehr versuchen“. „Aufhören, daran zu denken“ kann außerdem bedeuten, eine unerlässliche medizinische Behandlung aufzuschieben, die verhindern kann, dass der Zug dann nicht schon abgefahren ist.

„Die Waisenhäuser sind voll, warum adoptiert Ihr nicht einfach eins?“

Eine Adoption ist für viele Familien eine schöne Möglichkeit, sollte aber mit Respekt behandelt werden und niemals als einfacher „Plan B“ angeboten werden. Erstens ist eine Adoption bei Weitem nicht so einfach, wie dieser Satz nahelegt. Zweitens sollte man nicht vergessen, dass ein unfruchtbares Paar, das zu Ihnen kommt, das nicht wegen eines Ratschlags tut, sondern eher, weil es bei dieser schwierigen Prüfung, die ihm das Leben auferlegt hat, nicht allein sein will. Sicher wissen sie von den Möglichkeiten einer Adoption, aber respektieren Sie jetzt ihren größten Wunsch: ein eigenes Kind zu haben.

„Und habt Ihr schon das probiert?“

Nein, nein und nochmals nein. Legen Sie einem unfruchtbaren Paar keine Liste mit Tricks vor, was man alles ausprobieren kann, weil sie wahrscheinlich bereits alle möglichen und unmöglichen ausprobiert haben. Das heißt, Diäten, Schamanen oder Hausmittelchen lassen Sie für sich, und rühren besser nicht an diesen weitreichenden (und psychisch belastenden) Lebenserfahrungen.

„Es gibt Schlimmeres“

Auch wenn Sie in guter Absicht sagen, dass es irgendwo Krieg gibt, die Menschen hungern oder an Krankheiten sterben, ist es unsensibel, das abzuwerten, womit sich das Paar Ihnen anvertraut hat. Schmerz und Leiden lässt sich nicht vergleichen. Erkennen Sie deshalb an, dass das, was sie durchmachen, unglaublich schwer und stressig ist. Manchmal genügt einfach ein wenig Nähe, eine Umarmung oder einmal gestreichelt zu werden.

„Es gibt für alles einen Grund“

Glauben Sie uns, eine der größten Ängste eines unfruchtbaren Paares ist, dass sie nie ein Kind haben werden. Wenn Sie diesen unsensiblen Satz aussprechen, schüren Sie nur ihre Ängste – davon, dass sie ihre gegenwärtige Situation bagatellisieren, ganz zu schweigen. Überlegen Sie einmal, ob Sie denselben Satz einem unheilbar kranken Menschen sagen würden, und streichen Sie ihn aus Ihrem Repertoire zum Trösten Ihnen nahestehender Personen.

„Bei uns hat es auch drei Monate nicht geklappt. Ich weiß, wie es Dir geht.“

Es drei Monate lang zu versuchen kann man nicht mit Unfruchtbarkeit vergleichen. Anstatt die eigene Situation mit ihrer zu vergleichen, akzeptieren Sie einfach, dass Sie den Umfang, dessen, was sie durchmachen, wahrscheinlich nicht ermessen können.

Das können Sie stattdessen sagen

Wenn Sie jemandem, der für ein Baby kämpft, wirkliche Hilfe und Empathie anbieten möchten, verwerfen Sie die oben genannten Ratschläge und versuchen Sie stattdessen, eine der folgenden Antworten zu geben:

Ich weiß, wie sehr Du das willst, und ich sehe, dass es Dir wichtig ist.

(Anerkennung der Gefühle)

Es tut mir leid, dass es so ein langer und schwieriger Weg für Euch ist.

(Ausdrücken von Bedauern und Mitgefühl)

Ich hoffe wirklich, dass es klappt.

(Ausdrücken eines Wunsches)

Das muss so anstrengend sein. Wie schafft Ihr das alles?

(Aufforderung, sich Ihnen anzuvertrauen)

Ich weiß, dass ich es nicht ändern kann, aber ich höre Dir immer gern zu und bin für Dich da, wenn Du mich brauchst.

(Anbieten von Unterstützung und Sicherheit)

Kann ich Dir irgendwie helfen?

(Anbieten von Hilfe)

Es tut mir leid, mir fallen nicht die passenden Worte ein, um Dich zu trösten. Ich habe es selbst nie erlebt und möchte nicht einfach etwas sagen, was ich nur irgendwo gehört habe. Kann ich auch eine Weile schweigen und Deine Hand halten?

(Sie geben zu, dass Sie selbst nicht wissen, was in dieser Situation zu tun ist, und dass Sie ratlos sind, bieten aber gleichzeitig Nähe und Unterstützung an.)

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